Sachsenbad Dresden Pieschen
von Architekturbüro Gerald Mikoleit
Das Sachsenbad in Dresden in der Wurzener Str. 18 wurde vom Stadtbaurat Paul Wolf entworfen und 1928-29 erbaut.
Die klare geometrische Grundform des Gebäudes mit dem Kubus des Hauptbaukörpers, den seitlichen Treppenhaustrakten, der gestaffelden Dachlandschaft und der karen Gliederung wie den umlaufenden Fensterreihen verleiht dem Sachsenbad den unverwechselbaren Ausdruck des Neuen Bauens, dem Zeitgeist der Neuen Sachlichkeit ab Mitte der 20er Jahre.
Der Bäderbau Sachsenbad zählt zu den bedeutenden Bauten des Funktionalismus und wurde während der Eröffnung als "vorbildliche Volksbadeanlage" gepriesen.
Er ist damit ein herausragendes Kulturdenkmal.
Das Schwimmbad entstand als Hauptgebäude innerhalb eines geplanten größeren Sportparkes und begrenzt den Platz Wurzener Straße / Rehefelder Straße mit einer zeitgleich verlängerten Wohnanlage.
Die zentrale Lage zwischen den bevölkerungsreichsten Stadtteilen (OÄ) Dresden Pieschen, Klotzsche, Neustadt mit insgesamt ca. 110 000 Einwohnern und die gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln begründet auch für die Zukunft diesen guten Standort.
Zahlreiche Dresdner haben über Jahrzehnte hinweg hier Schwimmen gelernt und dem Sachsenbad die ihm zustehende Identität und Bedeutung gegeben.
In der Nähe mehrerer Pieschener Schulen und bevorzugt für alle Schulen im Dresdner Norden wäre das Sachsenbad im Rahmen der Schwimmausbildung für ca. 900 Grundschüler im Jahr wieder Anlaufpunkt als Schwimmhalle.
Es kann wieder der Standort als Zentrum des Vereins-, Schul-, und Freizeitsportes werden und zur nachhaltigen Verbesserung der Infrastruktur des Stadtteiles und zugleich der Stadt Dresden sein.
Mit den ergänzenden Funktionen für das Bad wie Sauna, Wellness, Therapie, Cafe und Shop, kann eine effiziente Ausnutzung des bestehenden Gebäudes erreicht werden.
Die Erhaltung und Sanierung des Gebäudes als wertvolles Zeugnis der Baugeschichte ist unser Anliegen und Verpflichtung.